Informationen zu Grenzwerten von Gasen, Partikeln und Schadstoffen in der Atemluft.

Grenzwerte werden kontrovers diskutiert. Vielen sind sie zu niedrig, anderen zu hoch. Wichtig ist jedoch diese zu kennen und selbst die Hintergründe zu verstehen - z.B. warum am Arbeitsplatz oft viel höhere Grenzwerte erlaubt sind als zu Hause oder im Freien. Wir haben diese Informationen für Sie hier im Überblick zusammengetragen.

Grenzwerte im Blick
nach-unten

Wo sind gesetzliche Grenzen für Schadstoffe in der Luft - das erfahren Sie hier. Für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden!

Hier erhalten Sie einen Überblick über die oft komplexe Definition der Grenzwerte, welche vom Umweltbundesamt oder der WHO vorgegeben werden. Dabei wird zwischen Grenzwerten für bestimmte Schadstoffe im Freien, im Innenraum und bei der Arbeit unterschieden. Dabei ist es oftmals schwer, den Überblick zu behalten und herauszufinden, wann Handlungsbedarf besteht. Dabei hilft Ihnen der air-Q indem er die Grenzwerte für Sie überwacht.  
Feinstaub PM10 PM2,5 PM1 Icon
Feinstaub (PM1 – PM10)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Das Umweltbundesamt gibt für Feinstaubpartikel PM10 einen Tagesgrenzwert von 50 μg/m³ vor, der lediglich an 35 Tagen im Jahr überschritten werden darf. Generell gilt ein maximaler Jahresmittelwert von 40 μg/m³. Für die kleineren Partikel PM2.5 gibt es nur unverbindliche Zielwerte von 25 μg/m³ der EU und WHO. Für noch kleinere Partikel - obwohl ungleich gefährlicher - gibt es derzeit noch keine Grenzwerte.

Messbar mit Air-Q
✓ Ja
Stickstoffdioxid Icon
Stickstoffdioxid (NO₂)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Die EU gibt einen Grenzwert von 200 µg/m³ als Höchstgrenze für den Mittelwert einer Stunde vor, der nicht öfter als 18-mal pro Jahr überschritten werden darf. Wird innerhalb von drei Stunden ein Wert von 400 μg/m³ übertroffen, muss umgehend gehandelt werden, so die EU. Das Umweltbundesamt gibt Richtwerte für Innenräume vor - 80 µg/m³ im Mittel einer Stunde und 40 µg/m³ als Jahresmittelwert. Als kurzfristiger Alarmwert werden 250 µg/m³ angegeben. Als Arbeitsplatzgrenzwert (MAK) von NO₂ werden 950 µg/m³ festgelegt mit zahlreichen Ausnahmen. Dieser hohe Wert gilt allerdings insbesondere für jene Arbeitnehmer, die an ihrem Arbeitsplatz einer erhöhten Stickstoffdioxid-Belastung ausgesetzt sind, also nicht in Büros. Das Umweltbundesamt empfiehlt - auch in Innenräumen - den maximalen Wochenmittelwert auf 40 µg/m³ festzusetzen.

Messbar mit Air-Q
✓ Ja
Kohlendioxid Icon
Kohlendioxid (CO₂)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Das Umweltbundesamt empfiehlt bereits bei der Überschreitung eines Wertes von 1.000 ppm Kohlendioxid zu lüften. Die Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK Wert) gibt eine Grenze von 5.000 ppm vor. Die heute nicht mehr gültige DIN-1946-2 schrieb eine Grenze von 1.500 ppm vor. In Kinderzimmern, Schlafzimmern und voll besetzten Klassen- oder Meetingräumen können schnell Werte von über 5.000 ppm gemessen werden.

Messbar mit Air-Q
✓ Ja
Kohlenmonoxid Icon
Kohlenmonoxid (CO)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Das Umweltbundesamt gibt einen 8-Stunden-Mittelwert von 8 mg/m³ für Kohlenmonoxid vor. Die Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK-Wert) von Kohlenmonoxid wird mit 35 mg/m³ angegeben - die MAK-Werte gelten nicht für Schwangere oder Menschen mit Vorerkrankungen. Die WHO empfiehlt, dass Werte über 25 mg/m³ für nicht mehr als eine Stunde eingeatmet werden sollten, Werte bis 85 mg/m³ für maximal 15 Minuten.

Messbar mit Air-Q
✓ Ja
Sauerstoff O₂ Icon
Sauerstoff (O₂)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Gesetzliche Grenzwerte für Sauerstoff gibt es in Deutschland nicht. Werte von 16 % Sauerstoff sollten jedoch nicht unterschritten werden - das entspricht der Menge Sauerstoff die noch in der ausgeatmeten Luft vorhanden ist.

Messbar mit Air-Q
✓ Ja
Ozon Icon
Ozon (O₃)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Das Umweltbundesamt legt für Ozon einen maximalen 8-Stunden-Wert von 120 µg/m³ (60 ppb) fest, der an höchstens 25 Tagen pro Kalenderjahr übertreten werden darf. Es empfiehlt allerdings, dass es überhaupt keine Überschreitung dieses Werten geben sollte. Ab einem Wert von 180 µg/m³ muss die Bevölkerung informiert werden, ab 240 µg/m³ muss Ozonalarm ausgelöst werden. Einen Arbeitsplatzgrenzwert (AGW, ehemals MAK) gibt es derzeit nicht. Da bisher noch kein AGW für Ozon festgelegt wurde, gilt der bisherige MAK-Wert von 200 µg/m³ als nicht verbindliche Orientierung für ozonintensive Arbeiten. Für Büros gelten die Grenzwerte des Umweltbundesamtes.

Messbar mit Air-Q
✓ Ja
Schwefeldioxid Icon
Schwefeldioxid (SO₂)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Die EU hat folgende Schwefeldioxid-Grenzwerte festgelegt: Der Ein-Stunden-Grenzwert von Schwefeldioxid beträgt 350 µg/m³, der Tagesgrenzwert beträgt 125 µg/m³. Weiterhin gilt für Schwefeldioxid eine Alarmschwelle von 500 µg/m³. Als Arbeitsplatzgrenzwert (MAK-Wert) ist für Schwefeldioxid eine Konzentration von 2,5 mg/m³ (1.000 µg/m³ oder 1 ppm) festgelegt.

Messbar mit Air-Q
✓ Ja
Radon Icon
Radon (Rn)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Im deutschen Strahlenschutzgesetz ist der Referenzwert für Radon-Konzentrationen festgelegt Im Innenraum gilt der Grenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) – also 300 Zerfällen pro Sekunde pro Kubikmeter Luft. Die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) empfiehlt ab 250 Bq/m³ zu lüften. Bei mehr als 1.000 Bq/m³ sollte eine Sanierung zum Schutz vor Radon stattfinden.

Messbar mit Air-Q
✓ über externes Modul
Absolute Luftfeuchtigkeit Icon
Absolute Luftfeuchtigkeit (φ)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Für die absolute Luftfeuchtigkeit gibt es keine festgelegten Grenzwerte. Zu empfehlen sind Werte zwischen 6,9 und 10,4 g/m³, die bei Raumtemperatur die Grenzen zu zu trockener Luft und zu feuchter Luft bilden. Bei geringeren oder höheren Temperaturen können diese Werte aber schnell unkomfortabel werden.

Messbar mit Air-Q
✓ Ja
Relative Luftfeuchte Icon
Relative Luftfeuchtigkeit (ρ)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Für die relative Luftfeuchtigkeit gibt es keine gesetzlich festgelegten Grenzwerte. Zu empfehlen sind Werte zwischen 40 und 60%. Hier liegt bei der Raumtemperatur die Grenze zwischen zu zu trockener Luft (trockener Hals und Augen) und zu feuchter Luft (Schimmelbildung!).

Messbar mit Air-Q
✓ Ja
Methan Icon
Methan (CH₄)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Da Methan für den Menschen ungiftig ist, wurden für dieses Gas keine Grenzwerte festgelegt. Allerdings stellt die hohe Brennbarkeit von Methan ein bedeutendes Risiko dar. Als untere Explosionsgrenze (UEG) gilt ein Methangehalt von 29 g/m³ - das entspricht 4,4 Vol.-% (Volumen-Prozent). Darüber geschieht die Flammenausbreitung im Gasgemisch bei einer Zündung vollkommen selbstständig (Explosion).

Messbar mit Air-Q
✓ Ja (über die Stoffgruppe VOC Gase)
Raum-Temperatur messen Icon
Temperatur (T)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Das Umweltbundesamt spricht Empfehlungen für Raumtemperaturen in Abhängigkeit von der Nutzung aus:

- Wohnräume 21 bis 23 °C
- Kinder- und Badezimmer 23 °C
- Schlafzimmer bei 16 bis 18 °C.
Für Büroräume wird eine Raumtemperatur zwischen 21 °C und 22 °C empfohlen. Laut Arbeitsstättenrichtlinie (ASR) darf die Maximaltemperatur in Arbeitsräumen 26 °C nicht überschreiten, ansonsten ist der Arbeitgeber zu Maßnahmen verpflichtet.

Messbar mit Air-Q
✓ Ja
Luftdruck Icon
Luftdruck (p)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Für den Luftdruck gibt es keine relevanten Grenzwerte in normalen Umgebungen. An Arbeitsplätzen können auch hohe Abweichungen vom Normaldruck von 1 bar auftreten. Unter 0,73 und über 3,6 bar sind Ausnahmegenehmigungen nötig. Auch bei Abweichungen von 0,1 bar vom normalen Luftdruck sind erhebliche gesundheitliche Einschränkungen zu erwarten und bestimmte Arbeitnehmergruppen dürfen nicht mehr beschäftigt werden.

Messbar mit Air-Q
✓ Ja
Lärm Schallpegel Icon
Lärm (Lp)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Die WHO spricht zur Vermeidung gesundheitlicher Beeinträchtigung Empfehlungen für die maximale Lautstärke aus - 40 dB (nachts) und 65 dB (tags) für einen längerfristigen Geräuschpegel. Der Schwellenwert des Verkehrslärms liegt bei höchstens 53 dB (Tag) bzw. 45 dB (Nacht), für den Schienenverkehr bei 54 dB (tagsüber) und 44 dB (nachts), für den Flugverkehr 45 dB (tags) und 40 dB (nachts). Für Windenergieanlagen liegt der Lärmpegel-Grenzwert bei 45 dB. Zum Schutz vor Lärmeinwirkungen am Arbeitsplatz gilt die Lärm-Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV). Darin werden, je nach Art der Tätigkeit, Dauer und spezifischem Ort der Geräuschexposition verschiedene Grenzwerte festgelegt.

Messbar mit Air-Q
✓ Ja
VOC - Flüchtige Organische Verbindungen Icon
Flüchtige Organische Verbindungen (VOC)
Rechtspfeil
Grenzwerte

Das Umweltbundesamt gibt Empfehlungen für das Vorkommen von Flüchtigen Organischen Verbindungen (VOCs) von hygienisch unbedenklich (unter 1 mg/m³ – unter 150 bis 400 ppb) über hygienisch auffällig (zwischen 1 bis 3 mg/m³ – 150 bis 1300 ppb) bis hin zu hygienisch inakzeptabel (über 10 mg/m³ – über 1500 bis 4000 ppb). Viele gesetzlich relevante Quellen nennen mg/m³ als Einheit. Gemessen wird aber ein Gemisch aus vielen Stoffen mit unterschiedlicher molekularer Masse (auch als TVOC bezeichnet), deren Volumen-Anteil an der Luft in ppb (Teile pro Milliarde) oder ppm (Teile pro Million) angegeben wird. Eine gesetzliche Bestimmung von Grenzwerten für VOCs gibt es in Deutschland bisher nur für produktionstechnisch besonders belastete Arbeitsplätze.

Messbar mit Air-Q
✓ Ja
air-Q Luftqualität Messgerät

Luftbestandteile, Raumklima und Umwelteinflüsse mit dem air-Q überwachen. Für Ihre Gesundheit und Sicherheit.