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Relative Luftfeuchtigkeit (φ)

Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Anteil des Wasserdampfes im Gasgemisch der Luft. Eine zu hohe oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit in Innenräumen kann Wohlbefinden und Gesundheit des Menschen negativ beeinflussen.

Messbar mit dem air-Q

✓ Ja

Definition: Relative Luftfeuchtigkeit

Luftfeuchtigkeit beschreibt den Wasserdampfgehalt in der Luft und wird absolut gemessen in g/m³ und relativ in %. Nicht zu verwechseln ist Wasserdampf mit den Dampfschwaden, die aus einem Topf mit kochendem Wasser aufsteigen, auch wenn der Name diese Versuchung nahelegt. Wasserdampf ist gasförmiges Wasser und damit, wie jeder andere Bestandteil der Luft, unsichtbar.

Relative Luftfeuchtigkeit beschreibt das Verhältnis zwischen der absoluten und der maximalen Luftfeuchtigkeit. Sie beschreibt also das Verhältnis an vom tatsächlich in der Luft enthaltenen Wasserdampf gegenüber dem maximal möglichen Wasserdampfgehalt und wird in Prozent angegeben.

Im Allgemeinen wird zwischen absoluter, relativer und maximaler Luftfeuchtigkeit unterschieden. Die absolute Luftfeuchtigkeit ist definiert als die in einem festgelegten Luftvolumen enthaltene Masse an Wasserdampf. Unter der maximalen Luftfeuchtigkeit versteht man die höchstmögliche absolute Luftfeuchte bei einer bestimmten Temperatur.

Je geringer die Temperatur der Luft ist, desto weniger Wasserdampf kann sie aufnehmen. Bei Abkühlung kann es demnach passieren, dass die maximale Luftfeuchtigkeit überschritten wird, wenn die zuvor wärmere Luft schon eine hohe relative Luftfeuchtigkeit aufwies. Nun kommt es zur Kondensation des Wassers an Wänden, Fußboden und Decke.

Grenzwerte für relative Luftfeuchtigkeit:

Weder für Arbeits- noch für Wohnräume wurden gesetzliche Grenzwerte festgelegt. In geschlossenen Räumen wird eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 50 % empfohlen. Eine Spanne zwischen 30 und 70 % relativer Luftfeuchte gilt als akzeptabel. Überschreitet die relative Luftfeuchtigkeit 95 % oder sinkt sie auf unter 23 %, wird die Luft von den meisten als unbehaglich empfunden.

Die Schwelle zur Schimmelbildung in Räumen wird bei 60 % Luftfeuchte überschritten. Das gilt mit einer Einschränkung: Wenn die Außenwände deutlich kälter sind als die Raumluft, was besonders in der kalten Jahreshälfte auftritt.

Folgen von zu hoher oder zu niedriger Luftfeuchtigkeit:

Ist die Luftfeuchtigkeit in einem Raum zu gering, wird die Atemleistung vermindert. Zudem kann Trockenheit zu Hautreizungen und -irritationen führen. Auch können die Schleimhäute austrocknen, was das Infektionsrisiko für Grippe - und Erkältungserkrankungen deutlich erhöht. In extremen Fällen kann es zu einem gehäuften Auftreten von Nasenbluten führen.

Bei zu hoher relativer Luftfeuchtigkeit wird das Schwitzen als Regulierung der Körpertemperatur behindert, wodurch das Wohlbefinden und damit die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden. Zudem wird der Kreislauf in als schwül empfundenen Räumen belastet.

Hinzu kommt die durch hohe Luftfeuchte hervorgerufene Schimmelbildungsgefahr in Innenräumen. Die meisten Schimmelpilzarten bevorzugen eine relative Luftfeuchtigkeit von 80 % bei einer Temperatur von 20 °C, wobei einige Arten auch schon bei geringerer Luftfeuchtigkeit entstehen. Die Sporen und VOC-Gase der Schimmelpilze können beim Einatmen neben Allergien auch verschiedene andere Beschwerden verursachen. Zu diesen zählen u.a. Migräne, Asthma, Husten und Schnupfen, Bindehautentzündungen sowie Hautveränderungen, Gelenkschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden.

Bei hohen Luftfeuchtigkeiten von über 60 % kommt es zudem zur verstärkten Vermehrung von Hausstaubmilben. Diese geben entsprechend ihrer erhöhten Population auch vermehrt Allergene ab, was besonders Allergiker belastet.

Entstehung von Luftfeuchtigkeit:

Wasserdampf entsteht bei der Verdunstung einzelner Wassermoleküle, die sich mit Hilfe thermischer Energie von der Wasseroberfläche lösen und in die Luft übergehen. Dieser Prozess ist stark von der Temperatur des Wassers und der Luft abhängig. Zu weiteren wichtigen Faktoren zählen hierbei die Größe der Wasseroberfläche sowie der Sättigungsgrad der Luft.

In Innenräumen entsteht Luftfeuchte durch das Atmen und das Schwitzen der dort befindlichen Menschen und Tiere. Auch das Kochen, Duschen bzw. Baden sowie das Trocknen der Wäsche tragen zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit bei. Zudem kann durch undichte Fenster, Dächer und Wände Wasser eindringen, welches später zu Wasserdampf verdunstet. Durch konsequente Isolierung, häufiges Lüften und starkes Heizen wird die relative Luftfeuchtigkeit eines Raumes abgesenkt.

Erhöhte Luftfeuchtigkeit über längere Zeiträume ist ein deutliches Indiz für Wasserschäden von Heizungs- oder Trinkwasserleitungen in den Zwischenwänden.

Relative Luftfeuchtigkeit messen:

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