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Temperatur

Die Temperatur hat einen bedeutenden Einfluss auf die Reaktionszeit chemischer Prozesse und damit auf den Stoffwechselprozess des Menschen. Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen können sowohl die psychische als auch physische Gesundheit negativ beeinflussen.

Beschreibung:

Neben der physikalischen Definition spielt für den Menschen die gefühlte Temperatur eine große Rolle. Diese wahrgenommene Umgebungstemperatur kann von der tatsächlich gemessenen Lufttemperatur abweichen.

Eine weitere wichtige Unterscheidung ist die zwischen Raum- und Zimmertemperatur. Raumtemperatur bezeichnet die in einem Raum messbare Temperatur und setzt sich zusammen aus der örtlichen Lufttemperatur und den Strahlungstemperaturen der einzelnen Oberflächen.

Der Begriff „Zimmertemperatur“ bezieht sich dagegen auf einen konkreten Richtwert der veränderbaren Raumtemperatur (meist 23 °C). Die Festlegung dieses Wertes orientiert sich am Wohlgefühl der im Raum befindlichen Personen.

Grenzwerte für Temperaturen:

Zum Wohlbefinden und damit zur Prävention von gesundheitlichen Problemen empfiehlt das Umweltbundesamt spezifische Richtwerte für Raumtemperaturen. Dabei wird zwischen den jeweiligen Verwendungszwecken der Räume unterschieden.

Im Wohnbereich werden 21 °C bis 23 °C empfohlen. Für Kinder- und Badezimmer liegt der Richtwert bei 23 °C, in der Küche bei 18 °C bis 19 °C und im Schlafzimmer bei 16 °C bis 18 °C.

Für Büroräume wird eine Raumtemperatur zwischen 21 °C und 22 °C empfohlen. Die Arbeitsstättenrichtlinie (ASR) unterscheidet bei der rechtlichen Empfehlung von Raumtemperaturen nach verschiedenen Tätigkeiten. Die Minimaltemperatur beim sitzenden und leichten körperlichen Arbeiten beträgt 20 °C und bei mittlerer körperlicher Anstrengung 19 °C. Für eine mittlere körperliche Arbeit im Stehen erfordert eine Raumtemperatur von mindestens 17 °C, bei schwerer körperlicher Arbeit im Stehen dürfen 12 °C nicht unterschritten werden. Die Maximaltemperatur in Arbeitsräumen liegt bei 26 °C.

Folgen von zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen:

Das individuelle Wohlgefühl in geschlossenen Räumen hängt maßgeblich an der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit. Der entscheidende Faktor ist hierbei die körpereigene Thermoregulation, die bei zu hohen Temperaturen gegen eine Überhitzung aktiviert wird und bei zu niedrigen Temperaturen durch z.B. Zittern die Körpertemperatur zu erhöhen versucht. Da die Thermoregulierung an den Blutkreislauf gekoppelt ist, können Menschen mit Kreislaufproblemen sehr stark auf Temperaturschwankungen reagieren.

Neben körperlichen Auswirkungen kann eine unangenehme Raumtemperatur auch die psychische Gesundheit negativ beeinflussen und insgesamt die Leistungsfähigkeit einschränken.

Zu hohe Temperaturen können zur Austrocknung der Schleimhäute führen und somit das Risiko für Erkältungskrankheiten erhöhen. Zudem kann es zu Müdigkeit und Kopfschmerzen kommen. Das Frieren bei zu niedrigen Temperaturen führt zu einem Krankheitsgefühl. In beiden Fällen werden Konzentration und Leistungsfähigkeit eingeschränkt.

Bei Temperaturen zwischen 23 und 28 °C leidet zudem die geistige Leistungsfähigkeit z.B. bei Büroarbeit. Die gängige Theorie dazu lautet, dass diese Temperatur als zu angenehm empfunden wird und sich eine zu starke Entspannung einstellt. Noch höhere Temperaturen führen durch ihr unangenehmes Gefühl wieder zur Leistungssteigerung. Am effektivsten arbeitet man, wenn man die Temperatur als "leicht kühl" empfindet.

Das Einhalten der empfohlenen Richtwerte kann zudem den Energieverbrauch senken und somit Ressourcen sparen und Emissionen vermindern. Zudem kann so der Bildung von Schimmel entgegengewirkt werden.

Hintergrund der empfundenen Temperatur:

Die wahrgenommene Raumtemperatur ergibt sich aus verschiedenen Faktoren. Noch vor der Lufttemperatur, ist die Temperatur der umschließenden Wandoberfläche von Bedeutung, denn diese geben Strahlungswärme ab. Auch die eigene Körpertemperatur der im Raum befindlichen Menschen und damit die Wärmeübertragung zwischen Organismus und Umgebung beeinflussen die gefühlte Temperatur.

Des Weiteren spielen die individuellen Eigenschaften der Haut, Verdunstungen über Haut und Atmung sowie die Luftfeuchtigkeit eine Rolle bei der Empfindung der Temperatur. Ein zusätzlicher Einfluss kommt mit der Sonneneinstrahlung dazu und damit auch den Absorptions- bzw. Reflexionseigenschaften der jeweiligen Kleidungsstücke.

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