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Temperatur (°C)

Die Temperatur hat einen bedeutenden Einfluss auf die Reaktionszeit chemischer Prozesse und damit auf den Stoffwechselprozess des Menschen. Sie zu messen, macht daher Sinn. Zu hohe, zu niedrige Temperaturen können die psychische oder physische Gesundheit negativ beeinflussen.

Messbar mit dem air-Q

✓ Ja

Beschreibung:

Neben der physikalischen Definition spielt für den Menschen die gefühlte Temperatur eine große Rolle. Diese wahrgenommene Umgebungstemperatur kann von der tatsächlich Lufttemperatur abweichen, die ein Thermometer messen würde..

Eine weitere wichtige Unterscheidung ist die zwischen Raumtemperatur einerseits und Zimmertemperatur andererseits. Raumtemperatur bezeichnet die in einem Raum messbare Temperatur und setzt sich zusammen aus der örtlichen Lufttemperatur und den Strahlungstemperaturen der einzelnen Oberflächen.

Der Begriff „Zimmertemperatur“ bezieht sich dagegen auf einen konkreten Richtwert der veränderbaren Raumtemperatur (meist 23 °C). Die Festlegung dieses Wertes orientiert sich am Wohlgefühl der im Raum befindlichen Personen.

Grenzwerte:

Zum Wohlbefinden und damit zur Prävention von gesundheitlichen Problemen empfiehlt das Umweltbundesamt spezifische Richtwerte für die Raumtemperatur. Dabei wird zwischen den jeweiligen Verwendungszwecken der Räume unterschieden.

Im Wohnbereich werden 21 bis 23 °C empfohlen. Für Kinder- und Badezimmer liegt der Richtwert bei 23 °C, in der Küche bei 18 bis 19 °C und im Schlafzimmer bei 16 bis 18 °C.

Für Büroräume wird eine Raumtemperatur zwischen 21 und 22 °C empfohlen. Die Arbeitsstättenrichtlinie (ASR) unterscheidet bei der rechtlichen Empfehlung der Raumtemperatur nach verschiedenen Tätigkeiten. Die Minimaltemperatur beim sitzenden und leichten körperlichen Arbeiten beträgt 20 °C und bei mittlerer körperlicher Anstrengung 19 °C. Mittlere körperliche Arbeit im Stehen erfordert eine Raumtemperatur von mindestens 17 °C, bei schwerer körperlicher Arbeit im Stehen dürfen 12 °C nicht unterschritten werden. Die Maximaltemperatur in Arbeitsräumen liegt bei 26 °C.

Folgen von zu hoher oder zu niedriger Temperatur:

Das individuelle Wohlgefühl in geschlossenen Räumen hängt maßgeblich an der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit. Der entscheidende Faktor ist hierbei die körpereigene Thermoregulation, die bei zu hohen Temperaturen gegen eine Überhitzung aktiviert wird und bei zu niedrigen Temperaturen durch z.B. Zittern die Körpertemperatur zu erhöhen versucht. Da die Thermoregulation an den Blutkreislauf gekoppelt ist, können Menschen mit Kreislaufproblemen sehr stark auf Temperaturschwankungen reagieren.

Neben körperlichen Auswirkungen kann eine unangenehme Raumtemperatur auch die psychische Gesundheit negativ beeinflussen und insgesamt die Leistungsfähigkeit einschränken.

Zu hohe Temperatur kann zur Austrocknung der Schleimhäute führen und somit das Risiko für Erkältungskrankheiten erhöhen. Zudem kann es zu Müdigkeit und Kopfschmerzen kommen. Das Frieren bei zu niedrigen Temperaturen führt zu einem Krankheitsgefühl. In beiden Fällen werden Konzentration und Leistungsfähigkeit eingeschränkt.

Bei einer Temperatur zwischen 23 und 28 °C leidet zudem die geistige Leistungsfähigkeit z.B. bei Büroarbeit. Die gängige Theorie dazu lautet, dass diese Temperatur als zu angenehm empfunden wird und sich eine zu starke Entspannung einstellt. Noch höhere Temperaturen führen durch ihr unangenehmes Gefühl wieder zur Leistungssteigerung. Am effektivsten arbeitet man, wenn man die Temperatur als "leicht kühl" empfindet.

Das Einhalten der empfohlenen Richtwerte kann zudem den Energieverbrauch senken und somit Ressourcen sparen und Emissionen vermindern. Zudem kann so der Bildung von Schimmel entgegengewirkt werden.

Hintergrund der empfundenen Temperatur:

Die wahrgenommene Raumtemperatur ergibt sich aus verschiedenen Faktoren. Noch vor der Lufttemperatur, ist die Temperatur der Wandoberfläche des Raumes bedeutsam. Denn die vier Wände strahlen Wärme ab - und diese Temperatur fließt neben der örtlichen Lufttemperatur beim Messen der Raumtemperatur mit ein.

Auch die eigene Körpertemperatur der im Raum befindlichen Menschen und damit die Wärmeübertragung zwischen Organismus und Umgebung beeinflusst wiederum die gefühlte Temperatur.

Außerdem spielen die individuellen Eigenschaften der Haut, Verdunstungen über Haut und Atmung und die Luftfeuchtigkeit eine Rolle bei der Empfindung der Temperatur. Ein zusätzlicher Einfluss kommt mit der Sonneneinstrahlung dazu und damit auch mit den Absorptions- bzw. Reflexionseigenschaften der jeweiligen Kleidungsstücke.

Raumtemperatur messen:

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