Kohlendioxid

Kohlendioxid (CO2) gehört zu den natürlichen Bestandteilen der Luft und ist ein wichtiges Treibhausgas in der Erdatmosphäre. Zu hohe CO2-Konzentrationen im Innenraum führen zu Leistungsabfall und Müdigkeit bis hin zu lebensbedrohlicher Atemnot.

Beschreibung:

Kohlendioxid ist in niedrigen Konzentrationen geruchlos, bei hohen Konzentrationen wird ein scharfer bis saurer Geruch wahrgenommen. CO2 ist schwerer als z.B. Sauerstoff und sammelt sich am Boden und in Bodensenken.

In der Vergangenheit der Erdgeschichte war der Kohlenstoffdioxid-Anteil in der Erdatmosphäre großen Schwankungen unterworfen. Die ersten gemessen Werte von vor 500 Millionen Jahren deuten auf einen CO2 Gehalt von ca. 8.000 ppm hin. Durch verschiedene chemische, biologische und physikalische Gründe sank der Wert kontinuierlich auf unter 2.000 ppm. Seit wenigstens 800.000 Jahren liegt die Konzentration immer unterhalb von 300 ppm. Vor allem durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern, stieg der CO2 Anteil erstmals wieder auf den heutigen Wert an.

Grenzwerte für CO2:

Der Anteil des CO2 in der Luft beträgt heute ca. 400 ppm (parts per million) (entspricht 0,04 % der Luft). Die ausgeatmete Luft eines Menschen weist einen CO2-Gehalt von ca. 40.000 ppm auf. Entsprechend können in ungelüfteten Schlafzimmern, voll besetzten Klassen- oder Meetingräumen schnell Konzentrationen bis 5.000 ppm gemessen werden.

Das Deutsche Umweltbundesamt empfiehlt bei Überschreitung eines Wertes von 1.000 ppm CO2 eine Zufuhr von Frischluft. Die Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK-Wert) von Kohlendioxid wird mit 9100 mg/m³ (entspricht knapp 5.000 ppm) angegeben. Die heute nicht mehr gültige DIN-1946-2 sah einen Grenzwert von 1.500 ppm vor. 

Folgen von zu hoher CO2-Konzentration:

CO2 Konzentrationen von über 1.000 ppm führen bereits nachweislich zu erhöhter Fehlerzahl im Büro (Rechnen, Rechtschreibung, Auffinden von Rechtschreibfehlern). Bei Konzentrationen von 2.000 ppm kann man Konzentrationsschwäche und Müdigkeit feststellen. Ab 5.000 ppm ist mit deutlichem Leistungsabfall und der Entstehung von Kopfschmerzen zu rechnen. Diese Symptome treten auf, lange bevor die Luft bewusst als schlecht wahrgenommen wird. Mit steigendem CO2-Gehalt steigt das Atemzeitvolumen kontinuierlich. Eine Konzentration von ca. 80.000 ppm führt zu Atemnot und nach 30 bis 60 Minuten zum Tod.

Entstehung:

Kohlenstoffdioxid entsteht bei der vollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen wie Pflanzenresten, Öl z.B. in Form von Kraftstoff sowie auch im Organismus von Lebewesen als Produkt der Zellatmung. Im Innenraum sind neben den atmenden Personen und ggf. anderen Tieren vor allem Verbrennungsprozesse (Gasherd, Öl-/Holz-/Kohle-/Gas-Ofen, Kerzen, Tabakwaren etc.) Quellen von großen Mengen CO2. Ebenso wird CO2 in kleinerem Maße von kohlensäurehaltigen Getränken frei gesetzt.

Übersicht aller Messwerte

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