Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid (CO) entsteht unter anderem durch die unvollständige Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen. Das farb-, geruchs- und geschmacksneutrale Gas ist ein starkes Atemgift, das in unbelüfteten Räumen schnell gefährliche Konzentrationen erreicht.

Beschreibung:

Kohlenstoffmonoxid (CO) bezeichnet eine einfache anorganische Verbindung zwischen Kohlenstoff und Sauerstoff. Es handelt sich um ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas. Mit Sauerstoff verbrennt es in blauer, durchsichtiger Flamme zu Kohlenstoffdioxid. Das Gas ist ein gefährliches Atemgift. Gelangt es z.B. durch das Rauchen von Tabak in den Blutkreislauf, bindet sich Kohlenmonoxid ca. 210-mal stärker als Sauerstoff an das im Blut befindliche Hämoglobin. Dadurch kann der Sauerstofftransport nachhaltig gestört werden und eine fatale Kohlenmonoxidvergiftung hervorgerufen werden. Schon eine Sättigung von 1,28 % Kohlenstoffmonoxid in der Raumluft führt innerhalb von ein bis zwei Minuten zum Tod. Weil es leichter als Luft ist, steigt dieses bis zur Zimmerdecke auf.

In der Industrie wird reines Kohlenstoffmonoxid zur Herstellung von Ameisensäure und Natriumformiat verwendet. Des Weiteren dient es zur Umsetzung von Chlor in Phosgen sowie von Methanol in Essigsäure. Außerdem fungiert es als Reduktionsmittel für Eisenerze.

Grenzwerte von CO:

Die normale Konzentration des CO in der Luft beträgt ca. 0,6 bis 6 mg/m³. In unbelüfteten Zimmern mit Gasbrennern, Kaminen oder durch Zigarettenrauch werden leicht 30 mg/m³ erreicht.

Laut dem Umweltbundesamt darf der höchste 8-Stunden-Mittelwert rund 8 mg/m³ nicht überschreiten. Die Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK-Wert) von Kohlenmonoxid wird mit 35 mg/m³ angegeben. Die WHO empfiehlt Werte über 25 mg/m³ für maximal eine Stunde, Werte bis 85 mg/m³ für maximal 15 Minuten. Die Werte gelten nicht für Schwangere oder Menschen mit Vorerkrankungen.

Folgen von zu hoher CO-Konzentration:

Eine Dauerbelastung von acht Stunden bei einer CO-Konzentration von unter 60 mg/m³ ist für gesunde Erwachsene kaum gefährlich. Kranke und vorbelastete Personen können allerdings schon bei geringen Werten Einschränkungen erfahren. So kann sich Schwerhörigkeit durch Kohlenstoffmonoxid um bis zu 50 % verstärken.

Schon bei einer relativ geringen Belastung mit Kohlenmonoxid zwischen 80 und 120 mg/m³ über einige Stunden hinweg können erste körperliche Beeinträchtigungen beobachtet werden. Dazu zählen v.a. erkältungsähnliche Symptome, wie eine laufende Nase, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit und wunde Augen.

Steigt die CO-Konzentration auf Werte zwischen 170 und 350 mg/m³, treten schon nach zwei bis drei Stunden Ermüdung, Schwindel, Übelkeit auf. Ab einem Wert von 460 mg/m³ wird von einer extremen Belastung gesprochen, die unmittelbar lebensbedrohlich ist. Es drohen Bewusstlosigkeit und bleibende Hirnschäden. Nach spätestens drei Stunden kann eine solche Konzentration zum Tod führen. Bei noch höheren Werten tritt der Tod auch schon früher ein. Nach einer Kohlenmonoxidvergiftung ist es nicht ausreichend, nur Frischluft einzuatmen. Um den Sauerstoffmangel im Blut auszugleichen. Der Ausgleich des Sauerstoffmangels im Blut und die Regeneration des Körpers kann nur erfolgen, indem überproportional viel Sauerstoff zugeführt wird.

Entstehung:

In Innenräumen kommt der Kohlenmonoxidanteil der Luft im Allgemeinen beim Lüften herein – Hauptquelle in Siedlungsgebieten ist der Straßenverkehr. So können Konzentration bis über 5 mg/m³ herrschen, je nach verkehrsnaher Lage. Aber auch undichte Kamine und Öfen, Gasherde und mit Propangas betriebene Heizstrahler erhöhen die CO-Konzentration. Zudem führt das Verheizen von Holz, Holzpellets bzw. Holzkohle zu erhöhten Kohlenstoffmonoxidwerten, wenn die Ablüftung nicht korrekt funktioniert und im Wohnraum ein Unterdruck erzeugt wird, wie beim Betrieb einer Abzugshaube in der Küche.

 

Übersicht aller Messwerte

Die Bestandteile der Luft, das Raumklima und Umwelteinflüsse überwachen. Für Ihre Gesundheit und Sicherheit.