ESRS und Innenraumluftqualität: Warum Luftqualität für ESG und Arbeitsschutz relevant ist und wie der air-Q in der Messbarkeit helfen kann.
Luftqualität

ESRS und Innenraumluftqualität: Warum Luftqualität für ESG und Arbeitsschutz relevant ist

Die ESRS definieren die Anforderungen der europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattung. Erfahren Sie, welche Rolle Innenraumluftqualität für ESG, Arbeitsschutz und Mitarbeitergesundheit spielt, warum ESRS S1 besonders relevant ist und wie Raumluftdaten Unternehmen bei Prävention und Gebäudemanagement unterstützen können.

Autor:

Emily

Datum:

25.6.2026

ESRS: Was Unternehmen wissen müssen

Die European Sustainibility Reporting Standards (ESRS) konkretisieren die Anforderungen der europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattung. Während die CSRD den rechtlichen Rahmen vorgibt, beschreiben die ESRS, welche Themen, Kennzahlen und Informationen Unternehmen im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung berücksichtigen sollen.

Die Standards decken Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG) ab. Dazu gehören beispielsweise Klimaschutz, Umweltverschmutzung, Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Sicherheit sowie Aspekte der Unternehmensführung.

Für Unternehmen bedeutet das. Nachhaltigkeit soll nicht nur beschrieben werden, sondern nachvollziehbar, strukturiert und möglichst datenbasiert dargestellt werden.

Dabei gilt ein wichtiger Grundsatz: Nicht jedes Thema ist automatisch für jedes Unternehmen berichtspflichtig. Relevant sind diejenigen Themen, die im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse als wesentlich eingestuft werden. Genau deshalb lohnt sich die Frage, welche Rolle die Innenraumluftqualität im Kontext von ESG, Arbeitsschutz und ESRS spielen kann.

Warum Innenraumluftqualität für ESG- und Nachhaltigkeitsstrategien relevant sein kann

Die Qualität der Innenraumluft beeinflusst täglich Millionen von Menschen in Büros, Schulen, Kliniken, Hotels und anderen Gebäuden. Trotzdem bleibt sie häufig unsichtbar. 

Erhöhte CO₂-Werte, flüchtige organische Verbindungen (VOCs), Feinstaub und ungünstige Luftfeuchtigkeit können Auswirkungen auf Wohlbefinden, Konzentration und die wahrgenommene Qualität von Arbeitsumgebungen haben. Unternehmen beschäftigen sich deshalb zunehmend mit der Frage, wie sich Innenraumluftqualität systematisch erfassen und verbessern lässt.

Gerade im ESG-Kontext gewinnt dieses Thema an Bedeutung. Denn Nachhaltigkeit umfasst nicht nur Umweltaspekte, sondern auch die Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitenden. Eine gesunde Arbeitsumgebung, Prävention und Arbeitsschutz sind zentrale Bestandteile moderner ESG-Strategien.

Innenraumluftqualität kann dabei helfen, Arbeitsumgebungen datenbasiert zu bewerten, Risiken frühzeitig zu erkennen und Verbesserungen nachvollziehbar umzusetzen. Für Unternehmen entsteht dadurch eine zusätzliche Grundlage, um Entscheidungen im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Gebäudemanagement fundierter zu treffen.

ESRS S1 und ESRS E2: Was ist der Unterschied?

Wenn es um Innenraumluftqualität geht, tauchen häufig zwei ESRS-Bereiche auf: ESRS S1 und ESRS E2. Beide können Berührungspunkte mit Luftqualität haben, verfolgen jedoch unterschiedliche Ziele.

ESRS S1: Eigene Belegschaft

ESRS S1 beschäftigt sich mit der eigenen Belegschaft. Dazu gehören unter anderem:

  • Arbeitsbedingungen 
  • Gesundheit und Sicherheit
  • Arbeitsschutz
  • Chancengleichheit
  • Wohlbefinden am Arbeitsplatz

Der Fokus liegt auf den Menschen im Unternehmen und darauf, wie Arbeitsumgebungen gestaltet werden.

ESRS E2: Verschmutzung

ESRS E2 behandelt Umweltverschmutzung. Dazu gehören beispielsweise:

  • Luftverschmutzung
  • Wasserverschmutzung
  • Bodenverschmutzung
  • Freisetzung von Schadstoffen

Hier steht die Frage im Mittelpunkt, welche Auswirkungen ein Unternehmen auf die Umwelt hat und wie diese gesteuert werden.

Kurz zusammengefasst:

ESRS S1 fragt: Wie wirken sich Arbeitsbedingungen auf Mitarbeitende aus?

ESRS E2 fragt: Wie wirken sich Unternehmensaktivitäten auf Umweltverschmutzung aus?

Warum air-Q besser zu ESRS S1 passt als zu ESRS E2

Der air-Q misst die Innenraumluftqualität in Büros, Besprechungsräumen, Schulen, Kliniken, Hotels und anderen Gebäuden. Je nach Modell werden verschiedene Parameter wie CO₂, VOCs, Feinstaub, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und weitere Raumluftwerte kontinuierlich erfasst.

Diese Daten helfen Unternehmen dabei, die Luftqualität am Arbeitsplatz besser zu verstehen und Entwicklungen über längere Zeiträume zu beobachten.

Genau deshalb besteht eine besonders starke Verbindung zu ESRS S1. Die gemessenen Daten können dazu beitragen, Arbeitsumgebungen transparenter zu machen und Entscheidungen im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Prävention zu unterstützen.

Schlechte Innenraumluftqualität kann beispielsweise darauf hinweisen, dass Räume nicht ausreichend belüftet werden, die Nutzung nicht zur vorhandenen Lüftung passt oder weitere Untersuchungen sinnvoll sind. Kontinuierliche Raumluftmessungen schaffen hier eine belastbare Datengrundlage. 

Wichtig ist dabei: air-Q erstellt keine Nachhaltigkeitsberichte und ist kein ESRS-Compliance-Tool. Das System kann jedoch wertvolle Informationen für ESG-, HSE-, Facility-Management- oder Arbeitsschutzprozesse liefern.

Was air-Q im Kontext von ESRS S1 leisten kann

Innenraumluftqualität sichtbar machen

Viele Probleme der Luftqualität am Arbeitsplatz bleiben lange unbemerkt. Steigende CO₂-Werte, erhöhte VOC-Konzentrationen oder Feinstaubbelastungen sind häufig nicht direkt wahrnehmbar. Durch kontinuierliche Messungen werden solche Entwicklungen sichtbar.

Prävention unterstützen

Raumluftdaten können Hinweise auf potenzielle Belastungssituationen liefern. Unternehmen erhalten dadurch die Möglichkeit, frühzeitig zu reagieren und geeignete Maßnahmen zu prüfen.

Arbeitsumgebungen besser verstehen

Jeder Raum wird unterschiedlich genutzt. Ein Besprechungsraum verhält sich anders als ein Großraumbüro oder ein Behandlungszimmer. Raumluftmessungen helfen dabei, diese Unterschiede datenbasiert zu analysieren.

Maßnahmen nachvollziehbar dokumentieren

Wer Lüftungskonzepte, Gebäudetechnik oder Nutzungsprozesse verändert, möchte die Wirkung dieser Maßnahmen nachvollziehen können. Kontinuierliche Messdaten machen Veränderungen sichtbar und vergleichbar.

ESG-, HSE- und Facility-Management verbinden

Innenraumluftqualität ist ein Thema, das mehrere Unternehmensbereiche betrifft. ESG-Verantwortliche, Arbeitsschutzbeauftragte, HSE-Teams und Facility Manager profitieren häufig von denselben Raumluftdaten.

Bedeutet ESRS S1, dass Unternehmen Innenraumluft messen müssen?

Nein, ESRS S1 schreibt keine allgemeine Pflicht zur Messung von CO₂, VOCs, Feinstaub oder anderen Parametern der Innenraumluftqualität vor.

Unternehmen müssen jedoch wesentliche Themen rund um die Gesundheit, Sicherheit und Arbeitsbedingungen ihrer Beschäftigten bewerten und dokumentieren, sofern diese für das Unternehmen relevant sind.

Raumluftdaten können dabei eine zusätzliche Informationsquelle darstellen. Sie helfen Unternehmen, Arbeitsumgebungen besser zu verstehen und Maßnahmen datenbasiert zu begleiten.

Was ist mit ESRS E2?

ESRS E2 behandelt Umweltverschmutzung und Emission. Dadurch entsteht auf den ersten Blick ein Bezug zum Thema Luftqualität.

Bei genauer Betrachtung handelt es sich jedoch um unterschiedliche Datentypen.

ESRS E2 beschäftigt sich vor allem mit Emissionen und Sauerstofffreisetzungen in die Umwelt. air-Q misst dagegen Konzentrationen innerhalb von Innenräumen.

Ein Beispiel:

Wenn in einem Besprechungsraum erhöhte CO₂-Werte gemessen werden, liefert dies wertvolle Informationen zur Luftqualität am Arbeitsplatz. Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch ableiten, welche Schadstoffmengen ein Unternehmen an die Umwelt emittiert.

Deshalb ist die Verbindung zu ESRS S1 in den meisten Fällen deutlich direkter als die zu ESRS E2.

Warum Innenraumluftqualität ein starkes ESG-Thema ist

Innenraumluftqualität verbindet Nachhaltigkeit, Mitarbeitergesundheit, Arbeitsschutz und Gebäudemanagement auf besonders greifbare Weise.

Mitarbeitende verbringen einen großen Teil ihres Tages in Innenräumen. Gleichzeitig können Unternehmen die Luftqualität am Arbeitsplatz aktiv beeinflussen und verbessern.

Das macht Innenraumluftqualität zu einem praxisnahen ESG-Thema:

  • Räume messen
  • Auffälligkeiten erkennen
  • Ursachen analysieren
  • Maßnahmen ableiten
  • Verbesserungen dokumentieren

Für ESG-Verantwortliche entsteht dadurch ein Bereich, in dem datenbasierte Entscheidungen unmittelbar mit Gesundheit, Prävention und Arbeitsumgebung verknüpft werden können.

Referenzen

Die Bilder wurden mit Hilfe einer KI erstellt.

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Zusammenfassung

Was ist die ESRS?
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Die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) legen fest, über welche Umwelt-, und Sozial- und Governance-Themen (ESG) Unternehmen im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung berichten sollen. So konkretisieren sie Anforderungen der CSRD und schaffen eine einheitliche Grundlage für die Berichterstattung.
Welche Rolle spielt Innenraumluftqualität im ESG-Kontext?
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Innenraumluftqualität kann Unternehmen dabei helfen, Arbeitsumgebungen datenbasiert zu bewerten und Maßnahmen im Bereich Gesundheit, Arbeitsschutz und Prävention zu unterstützen. Damit ist sie ein relevantes Thema innerhalb moderner ESG-Strategien.
Was ist der Unterschied zwischen ESRS S1 und ESRS E2?
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ESRS S1 behandelt Themen rund um die eigene Belegschaft, darunter Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Sicherheit. ESRS E2 konzentriert sich dagegen auf Umweltverschmutzung und Emissionen in Luft, Wasser und Boden.
Wie unterstützt der air-Q Unternehmen im Zusammenhang mit ESRS?
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Der air-Q misst die Innenraumluftqualität und macht Entwicklungen bei CO₂, VOCs, Feinstaub, Temperatur und Luftfeuchtigkeit sichtbar. Die gewonnenen Daten können Unternehmen dabei unterstützen, Entscheidungen im Bereich Arbeitsschutz, Gebäudemanagement und ESG fundierter zu treffen.
Warum ist Innenraumluftqualität für Unternehmen relevant?
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Gute Innenraumluft trägt zu einer angenehmen Arbeitsumgebung bei und hilft dabei, potenzielle Belastungen frühzeitig zu erkennen. Durch kontinuierliche Messungen können Unternehmen Auffälligkeiten analysieren, Maßnahmen ableiten und deren Wirkung nachvollziehbar dokumentieren.
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