Mobile Klimaanlage im Büro
Luftqualität

air-Q testet: Die Auswirkungen von Klimaanlagen im Büro

Was verschafft am besten Abhilfe an heißen Tagen im Büro? Eine Klimaanlage ganz klar! Doch wie wirkt sich das auf die Raumluft aus? Wir analysierten mit dem air-Q in unserem Büro über mehrere Stunden hinweg die Auswirkungen der Klimaanlage.

Autor:

Isabel Rüger

Datum:

27.7.2021

Eine Klimaanlage funktioniert vom Prinzip her ähnlich wie ein Kühlschrank: Damit das flüssige Kältemittel Wärmeenergie aufnehmen kann, wird der Druck des Kältemittels reduziert. Dies bewirkt ein Absinken der Temperatur im Kühlkreislauf. Das Kältemittel kann dann die höhere Temperatur der umfließenden Luft aufnehmen und wird abtransportiert. Der Druck des Kältemittels wird anschließend erhöht, wodurch die Temperatur des Kältemittels stark steigt und die Wärmeenergie an die dann relativ gesehen kältere Luft abgegeben werden kann. Diese erwärmte Luft wird in einem Monoblock nach außen abtransportiert.

Bei diesem Prozess kann es zur Entstehung von Kondenswasser kommen, da die Luft, welche direkt mit dem Kühlkreislauf in Verbindung kommt, sehr stark abkühlt wird. Dadurch kommt die Wasser-Aufnahmefähigkeit der Luft an ihr Limit – die relative Luftfeuchtigkeit beträgt hier 100 % – d. h. der Taupunkt ist erreicht.

Auswirkungen auf die Raumluft

Durch den Einsatz von Klimaanlagen soll natürlich die Temperatur gesenkt werden. Um den Körper nicht zu stark zu belasten, sollte darauf geachtet werden, dass der Unterschied zur Außentemperatur nicht mehr als sechs Grad beträgt. Denn je kleiner der Unterschied zwischen der Innen- und Außentemperatur, desto größer wird das Risiko von Erkältungen und Kreislaufbeschwerden beim Temperaturwechsel. Teilweise sind draußen deutlich über 30 Grad zu messen, sodass sich diese allgemeine Faustformel oft nicht sinnvoll einhalten lässt, denn laut Umweltbundesamt sind in Büros Temperaturen von 21 bis 22 Grad empfehlenswert.

Ein Nebeneffekt der Verwendung eines Klimagerätes ist die Veränderung der Luftfeuchtigkeit im Innenraum. Durch den oben beschriebenen Mechanismus kann der Luft Feuchtigkeit entzogen werden – die absolute Luftfeuchtigkeit sinkt. Je nach individuellem Aufbau der Klimaanlage, kann sich auch die relative Luftfeuchtigkeit verändern – der entscheidende Faktor für die Wahrnehmung des Menschen. Generell kann die geringer temperierte Luft weniger Wasserdampf aufnehmen, wodurch – bei konstanter absoluter Luftfeuchtigkeit – die relative Luftfeuchtigkeit steigt.

Es sollte darauf geachtet werden, dass die relative Luftfeuchtigkeit, welche nach Benutzung der Klimaanlage vorherrscht, nicht unter 40 % sinkt, da diese trockene Luft wiederum die Wahrscheinlichkeiten von Erkältungskrankheiten erhöht. Das ist der Grund, weshalb man im Auto bei der Verwendung der Klimaanlage oft krank wird – hier kommt die kältere sehr trockene Luft unmittelbar mit den Atemwegen in Kontakt, während sich diese in einem viel größeren Zimmer nochmals mit der restlichen Raumluft durchmischen kann.

Um negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu vermeiden, sollten Klimaanlagen gut gewartet sein. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich Bakterien oder Schimmelsporen beispielweise im Kondenswasser einnisten, was zu Erkrankungen der Atemwege führen kann.

air-Q Lab – Analyse der Luftqualität

Bei uns im Büro erfassen wir die Luftqualität natürlich auch immer mit dem air-Q Luftmessgerät. So können wir einen Tag unter Verwendung eines Klimagerätes leicht nachvollziehen.

Am Testtag stieg die Temperatur ab 6 Uhr mit dem Eindringen der ersten Sonnenstrahlen ins Büro stark an bis um 11 Uhr schließlich der Höchstwert von 29 Grad erreicht wurde. Ab diesem Zeitpunkt wurde die mobile Klimaanlage eingeschaltet, wodurch über die nächsten Stunden die Temperatur beständig bis auf 25 Grad abfiel. Ab ca. 15:30 Uhr wurde die Klimaanlage ausgeschaltet und die Fenster geöffnet, da es draußen anfing zu regnen und kühler wurde. Die bis dahin konstante absolute Luftfeuchtigkeit fiel während der Nutzung der Klimaanlage ebenfalls ab; nach Abschalten der Anlage stieg sie jedoch deutlich an. Dies ist allerdings auch darauf zurückzuführen, dass es regnete und die Fenster zur Frischluftzufuhr geöffnet wurden. Die relative Luftfeuchtigkeit bewegte sich im Testzeitraum nie unter 47 %, sodass hier keine erhöhte Gefahr von Erkältungskrankheiten bestand.

air-Q Luftanalysator misst im Büro Temperatur und absolute Luftfeuchtigkeit bei Nutzung einer Klimaanlage
Messkurve für Temperatur und absolute Luftfeuchtigkeit im Büro
air-Q Luftanalysator misst im Büro absolute und relative Luftfeuchtigkeit bei Nutzung einer Klimaanlage
Messkurve für absolute und relative Luftfeuchtigkeit im Büro

Oft besitzen Klimaanlagen auch einen Feinstaubfilter oder zusätzlichen HEPA-Filter, wodurch die Luftqualität nebenbei sogar noch verbessert werden kann. Die Feinstaub-Werte in unserem Raum sind im gesamten Zeitraum übrigens niedrig, sodass hier keine Veränderung gemessen wurde. Mithilfe des air-Q und seiner vielen Sensoren konnten wir die Veränderungen der Luft in unserem Büro problemlos im Blick behalten sowie die genauen Auswirkungen der Klimaanlage analysieren und dementsprechend handeln.

air-Q Luftqualität Messgerät

Luftqualität, alle Luftbestandteile und Umwelteinflüsse mit dem air-Q überwachen. Für Ihre Gesundheit und Sicherheit.