Modernes Büro mit einer dunkelblonden Frau an einem Schreibtisch sitzend und einer mobilen Klimaanlage im Hintergrund.
Luftqualität

air-Q testet: Die Auswirkungen von Klimaanlagen im Büro

Hitze vertreibt die Konzentration. Was bringt an heißen Tagen im Büro Linderung? Ganz klar, eine Klimaanlage! Doch wie wirkt sich die Luftumwälzung auf die Luftqualität aus? Stellen Klimaanlagen ein Gesundheitsrisiko dar? Wir haben das geprüft und analysierten mit dem air-Q die Auswirkungen der Klimaanlage in unserem eigenen Büro.

Autor:

Isabel Rüger & Undine Jaehne

Datum:

8.7.2022

Eine Klimaanlage funktioniert vom Prinzip her ähnlich wie ein Kühlschrank: Damit das flüssige Kältemittel Wärmeenergie aufnehmen kann, wird der Druck des Kältemittels reduziert. Dadurch sinkt die Temperatur im Kühlkreislauf. Das Kältemittel kann so die höhere Temperatur der umfließenden Luft aufnehmen und wird abtransportiert. Anschließend wird der Druck des Kältemittels erhöht, wodurch die Temperatur des Kältemittels stark steigt. Nun kann die Wärmeenergie an die dann relativ gesehen kältere Luft abgegeben werden. In einem Monoblock wird die erwärmte Luft abschließend nach außen transportiert.

Bei diesem Prozess kann es zur Entstehung von Kondenswasser kommen. Schließlich kühlt die Luft, die direkt mit dem Kühlkreislauf in Verbindung kommt, sehr stark ab. Dadurch kommt die Wasser-Aufnahmefähigkeit der Luft an ihr Limit. Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt hier 100 % – d. h. der Taupunkt ist erreicht.

So wirkt sich eine Klimaanlage auf die Raumluft im Büro aus

Durch eine Klimaanlage im Büro wird nicht nur die Temperatur gesenkt, sondern als Nebeneffekt auch die Luftfeuchtigkeit im Innenraum verändert. Durch den oben beschriebenen Mechanismus kann der Luft Feuchtigkeit entzogen werden. Da kältere Luft weniger Wasserdampf aufnimmt und speichert, sinkt die absolute Luftfeuchtigkeit. Je nach individuellem Aufbau der Klimaanlage, kann sich auch die relative Luftfeuchtigkeit verändern. Wie wir Luftfeuchtigkeit empfinden, hängt sehr stark von diesem Wert ab. Bei kälterer Luft, die weniger Wasserdampf aufnehmen kann, und bei konstanter absoluter Luftfeuchtigkeit steigt die relative Luftfeuchtigkeit an.

Wer eine Klimaanlage im Büro nutzt, sollte darauf achten, dass die relative Luftfeuchtigkeit nicht unter 40 % sinkt. Ab diesem Wert ist die Luft sehr trocken und begünstigt Erkältungskrankheiten. Das ist der Grund, weshalb man im Auto bei eingeschalteter Klimaanlage oft krank wird. Denn hier kommt die kältere, sehr trockene Luft unmittelbar mit den Atemwegen in Kontakt, während sich diese in einem viel größeren Zimmer nochmals mit der restlichen Raumluft durchmischen kann.

Klimaanlagen als Risiko im Büro? ‍Das sind die Auswirkungen auf die Gesundheit.

Durch den Einsatz von Klimaanlagen soll natürlich die Temperatur im Büro gesenkt werden. Doch schlechte Wartung oder zu stark eingestellte Temperaturunterschiede bergen ein Gesundheitsrisiko. Einige Mitarbeiter reagieren zudem empfindlich auf das künstlich kühle Klima: Frieren, Verspannungen durch zu starke Zugluft und Erkältungssymptome sind die Folge. 

Kreislaufprobleme & Erkältungen durch Klimaanlagen im Büro

Schnelle Wechsel zwischen hohen und niedrigen Temperaturen stressen das Immunsystem und schwächen somit die Abwehrzellen. Ist der Unterschied zwischen Büro und Außentemperatur sehr groß, droht sogar ein Kreislaufkollaps. Durch den abrupten Temperatursturz kühlt außerdem Schweiß plötzlich ab, die Muskeln können sich verhärten und dadurch bedingte Verspannungen entstehen. Zusätzlich reizt die trockene Luft die Schleimhäute der oberen Luftwege. Dadurch sind sie anfälliger für Krankheitserreger, viele Virenarten gelangen leichter in den Körper und können sich besser festsetzen. Versorgen Sie Ihre Schleimhäute in Ihrem klimatisierten Büro mit ausreichend Flüssigkeit und trinken Sie in kühlen Büros besonders viel. Da auch die die Haut unter trockener Luft leidet und angespannt wirkt, sollten Sie sie regelmäßig eincremen.

Damit eine Klimaanlage einwandfrei funktioniert, müssen die Fenster geschlossen sein. Daher kann kein Luftaustausch stattfinden und sich die Viren noch leichter verbreiten. Auch das Herz-Kreislauf-System wird stark belastet. Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme sind die Folge.

Schwere gesundheitliche Auswirkungen einer schlecht gewarteten Klimaanlage im Büro

Neben relativ harmlosen Erkältungen können auch schwere Infektionen durch den Betrieb einer Klimaanlage im Büro hervorgerufen bzw. verstärkt werden. Ursache sind meist schlecht gewartete Klimaanlagen. Werden die Filter und Rohre nicht regelmäßig gereinigt oder ausgetauscht, werden sie zu einem idealen Nährboden für Keime. Dann sammeln und vermehren sich hier schnell Keime, Pilze und Bakterien. Über den Luftstrom gelangen diese Krankheitserreger dann direkt in den menschlichen Organismus.

Besonders eine hohe Feuchtigkeit etwa durch Kondenswasser beschleunigt die Entstehung von Schimmelpilzen, deren Sporen vor allem bei Allergikern starke Beschwerden auslösen können. Verströmt Ihre Klimaanlage einen muffigen Geruch, ist dies ein deutliches Zeichen für ein verunreinigtes und keimbelastetes System.

Auch tränende Augen, ein trockener Hals oder ein oft auftretender Husten- sowie Niesreiz können auf eine Keimbelastung der Klimaanlage hindeuten.

Unsaubere Klimaanlagen können auch eine Infektionsquelle für die Legionärskrankheit sein. Denn die Legionellen-Bakterien findet man nicht nur in große Warmwasseranlagen von Krankenhäusern, großen Hotelgebäuden oder Schwimmbädern, sondern eben auch in schlecht gewarteten Klimaanlagen. Die kleinen Erreger verursachen eine schwere Lungenentzündung mit starkem Fieber.

Als Vorbeugung hilft nur eine jährliche Wartung und Reinigung der Klimaanlage. Sie sollten unbedingt den Filter regelmäßig austauschen, damit sich hier keine Keime einnisten.

Gemeinsam mit einer gut gewarteten Klimaanlage sorgt das Luftmessgerät air-Q für eine gute Luftqualität in Ihrem Büro. Bildquelle: portishead1 from Getty Images Signature/ canva.com

Die beste Temperatureinstellung für Ihre Klimaanlage im Büro

Damit es nicht heißt: draußen schwitzen, drinnen schniefen, sollte der Temperaturunterschied zwischen Büro und Außentemperatur nicht zu stark sein. Idealerweise sollte die Differenz nicht mehr als sechs Grad betragen. Denn je kleiner der Unterschied zwischen der Innen- und Außentemperatur ist, desto größer wird das Risiko von Erkältungen und Kreislaufbeschwerden beim Temperaturwechsel. Dies schont auch den Körper, der durch die Schwankung sonst zu sehr belastet wird. Idealwerte sind: 18 bis 23 Grad Raumtemperatur und 35 bis 65 Prozent Luftfeuchtigkeit im Büro. Bei diesen Werten fühlen sich die meisten Mitarbeiter besonders wohl.

Natürlich ist diese allgemeine Faustformel oft nur schwer einhaltbar. Überschreiten die Außentemperaturen die 30 Grad, lassen sich die laut Umweltbundesamt in Büros empfohlenen Temperaturen von 21 bis 22 Grad kaum ohne intensiv eingestellte Klimaanlage erreichen.

air-Q Lab – Analyse der Luftqualität

Bei uns im Büro erfassen wir die Luftqualität natürlich auch immer mit dem air-Q Luftmessgerät. So können wir einen Tag unter Verwendung eines Klimagerätes leicht nachvollziehen.

Am Testtag stieg die Temperatur ab 6 Uhr mit dem Eindringen der ersten Sonnenstrahlen ins Büro stark an bis um 11 Uhr schließlich der Höchstwert von 29 Grad erreicht wurde. Ab diesem Zeitpunkt wurde die mobile Klimaanlage eingeschaltet, wodurch über die nächsten Stunden die Temperatur beständig bis auf 25 Grad abfiel. Ab ca. 15:30 Uhr wurde die Klimaanlage ausgeschaltet und die Fenster geöffnet, da es draußen anfing zu regnen und kühler wurde. Die bis dahin konstante absolute Luftfeuchtigkeit fiel während der Nutzung der Klimaanlage ebenfalls ab; nach Abschalten der Anlage stieg sie jedoch deutlich an. Dies ist allerdings auch darauf zurückzuführen, dass es regnete und die Fenster zur Frischluftzufuhr geöffnet wurden. Die relative Luftfeuchtigkeit bewegte sich im Testzeitraum nie unter 47 %, sodass hier keine erhöhte Gefahr von Erkältungskrankheiten bestand.

air-Q Luftanalysator misst im Büro Temperatur und absolute Luftfeuchtigkeit bei Nutzung einer Klimaanlage
Messkurve für Temperatur und absolute Luftfeuchtigkeit im Büro
air-Q Luftanalysator misst im Büro absolute und relative Luftfeuchtigkeit bei Nutzung einer Klimaanlage
Messkurve für absolute und relative Luftfeuchtigkeit im Büro

Oft besitzen Klimaanlagen auch einen Feinstaubfilter oder zusätzlichen HEPA-Filter, wodurch die Luftqualität nebenbei sogar noch verbessert werden kann. Die Feinstaub-Werte in unserem Raum sind im gesamten Zeitraum übrigens niedrig, sodass hier keine Veränderung gemessen wurde. Mithilfe des air-Q und seiner vielen Sensoren konnten wir die Veränderungen der Luft in unserem Büro problemlos im Blick behalten sowie die genauen Auswirkungen der Klimaanlage analysieren und dementsprechend handeln.

Für Ihre Gesundheit: Überwachen Sie die Luftqualität in Ihrem klimatisierten Büro

Damit die Temperaturen in Ihrem Büro abkühlen und auch die Luftqualität trotz Klimaanlage gut bleibt, sollten Sie die Luftbestandteile überwachen. Hierfür sind Luftmessgeräte wie der air-Q ideal. Denn der air-Q beobachtet neben der Luftfeuchtigkeit viele weitere Bestandteile und warnt Sie, wenn Grenzwerte überschritten werden. Außerdem detektiert das Luftmessgerät die Temperatur, sodass Sie mit einem air-Q stets für ein optimales Klima am Arbeitsplatz sorgen.

(Beitragsbild: Andrey_Popov/ shutterstock.com)

air-Q Luftqualität Messgerät

Luftqualität, alle Luftbestandteile und Umwelteinflüsse mit dem air‑Q überwachen. Für Ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit.