Was ist CO₂?
CO₂ ist ein farb- und geruchloses Gas, bestehend aus einem Kohlenstoff- und zwei Sauerstoffatomen. Es kommt natürlich in der Atmosphäre vor und ist ein wichtiger Bestandteil biologischer und chemischer Prozesse. CO₂ entsteht unter anderem durch menschliche Atmung, Verbrennungsvorgänge oder den biologischen Abbau organischer Stoffe. Für Pflanzen ist es essentiell, da sie es für die Photosynthese benötigen. In der Außenluft liegen die CO₂-Werte typischerweise zwischen 400 und 450 ppm.
Wie entsteht CO₂ in Innenräumen?
In Innenräumen können CO₂-Konzentrationen stark variieren. Die menschliche Atmung ist die größte Quelle: Jede Person produziert pro Stunde etwa 15 bis 20 Liter CO₂. In modernen, gut abgedichteten Gebäuden sammelt sich CO₂ besonders schnell, da der natürliche Luftaustausch eingeschränkt ist. Weitere Quellen sind Verbrennungsvorgänge wie Kerzen, Kamine oder Gasherde. Auch die Raumgröße, die Anzahl der Personen und die Luftzirkulation beeinflussen die CO₂-Konzentration: Kleine, stark genutzte Räume mit geschlossenen Türen erwärmen sich schneller, wodurch sich CO₂ lokal ansammeln kann.
Normale CO₂-Werte in Innenräumen
CO₂ wird in ppm (parts per million) gemessen. Die folgenden Werte dienen als Orientierung:
Arbeitsstättenrichtlinien und Gesundheitsorganisationen empfehlen, dauerhaft unter 1000 ppm zu bleiben.
Auswirkungen zu hoher CO₂-Werte
Erhöhte CO₂-Konzentrationen wirken sich direkt auf den Körper aus. Viele Menschen spüren Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen und ein Gefühl von “schwerer Luft”, lange bevor sie die Ursache kennen. Obwohl CO₂ keinen Sauerstoff verdrängt, reagiert der Körper empfindlich auf Veränderungen. Studien zeigen, dass sehr hohe Werte die Leistungsfähigkeit um bis zu 50 Prozent reduzieren können.
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CO₂ als Indikator für Luftqualität
CO₂ selbst ist nicht giftig, dient aber als verlässlicher Indikator für die Raumluftqualität. Hohe Werte zeigen an, dass die Luft verbraucht ist und häufig auch eine erhöhte Belastung durch Aerosole vorliegt. Räume mit hohen CO₂-Konzentrationen haben seltener ausreichende Frischluftzufuhr, was das Infektionsrisiko besonders in Schulen, Büros oder öffentlichen Verkehrsmitteln erhöhen kann.
5 Tipps für gesunde CO₂-Werte
- Stoßlüften statt Kippen: Die Fenster sollten vollständig geöffnet, statt nur angekippt werden
- Vor und nach dem Meeting lüften: Räume, in denen sich viele Menschen zur gleichen Zeit aufhalten, steigen am schnellsten in kritische Bereiche.
- Beim Kochen oder Heizen Frischluft reinlassen: Verbrennungsprozesse erhöhen den CO₂-Wert deutlich, weshalb ein kurzes Stoßlüften zwischendurch unerlässlich für eine gesunde Raumluft ist.
- Türen offen lassen, wenn möglich: So verteilt sich CO₂ und gelangt schneller zur nächsten Lüftungsmöglichkeit.
- Luftqualitätsmonitore nutzen: Ein Gerät wie der air-Q zeigt nicht nur das CO₂-Level an, sondern warnt auch, wenn Werte in bedenkliche Bereiche kippen.
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