Wohnzimmer mit grünem Sofa. Im Vordergrund stehen der Luftreiniger AH902 K von Venta und ein air-Q.
Testmessungen

Wie gut funktioniert der Luftreiniger AH902 K von Venta – der Test im air-Q Lab

Wir können auf keinen Fall ohne sie: die Luft. In Sachen Luftqualität gibt es jedoch große Unterschiede. Wir können schlechte Luft zwar nicht sehen, trotzdem kann sie uns krank machen. Um das zu verhindern, gibt es technische Hilfsmittel, sogenannte Luftfilter und Luftwäscher. Wie diese funktionieren, haben wir in unserem air-Q Lab getestet.

Autor:

Undine Jaehne

Datum:

14.1.2022

Zugegebenermaßen erscheinen die Begriffe Luftfilter und Luftwäscher irreführend und auf den ersten Blick sind sie sich auch sehr ähnlich. Dennoch unterscheiden sich die Geräte. Die jeweilige Bezeichnung verrät auch schon, welches Gerät für welche Funktion verantwortlich ist.

Was kann ein Luftfilter? 

Durch Luftreiniger wird die Raumluft gefiltert und ihr so beispielsweise Staub, Pollen oder auch Kochgerüche entzogen. Dafür gibt es verschiedene Filterarten: zum Beispiel Kohlefilter oder sogenannte "High-Efficiency Particulate Air/Arrestance" - kurz HEPA-Filter. Kohlefilter finden Sie zum Beispiel in Abzugshauben, die keinen Ausgang nach außen haben. Doch HEPA-Filter können noch mehr und wälzen sozusagen die Raumluft um. Dabei können sie Luftpartikel filtern, die nur Bruchteile von Mikrometern groß sind.

Was kann ein Luftwäscher?

Mit Luftwäschern wird die Raumluft tatsächlich gewaschen. Anders als bei den Luftreinigern, wird die Luft aber nicht durch Filter gereinigt, sondern durch ein Wasserbad. Allergiker kennen das zu gut: Bei einer hohen Pollenbelastung draußen hilft nichts so gut wie ein kräftiger Regenschauer. Nach diesem fällt das Atmen gleich wieder leichter.

Venta AH902 Professional K: Der mobile Luftwäscher mit Luftbefeuchtung

Unser Testgerät, der Venta AH902 Professional K, ist ein Luftwäscher. Über einen  Lüfter wird die Raumluft angesaugt und in den mit Wasser befüllten Luftwäscher geleitet. In dem Gerät rotieren Plattenstapel, die Schadstoffe wie Staub oder Pollen festhalten. Die Luft wird im Wasser gereinigt und Schadstoffe im Luftwäscher gesammelt. Über die Platten wird hygienisch sauberes Wasser in den Raum verdunstet. In unserem air-Q Lab konnten wir feststellen, dass der Luftreiniger sowohl VOC als auch Feinstaub-Partikel aus der Raumluft entfernt.

Was sind VOC? 

Unter VOC (englisch: Volatile Organic Compounds) versteht man die Gruppe der flüchtigen organischen Verbindungen. Dazu gehören gas- und dampfförmige Stoffe organischen Ursprungs, die sich in unserer Luft befinden. Zum Beispiel handelt es sich um Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde und organische Säuren. Viele Lösemittel, Flüssigbrennstoffe und synthetisch hergestellte Stoffe können als VOC auftreten. Aber auch zahlreiche organische Verbindungen, die in biologischen Prozessen (etwa bei der Schimmelbildung) entstehen, gehören zu den VOC.


Übersteigt die VOC-Konzentration Grenzwerte, kann dies zu einer veränderten Geruchs- und Geschmackswahrnehmung führen oder sich als Reizung von Augen bzw. Schleimhäuten äußern. Weitere Auswirkung sind Konzentrationsschwäche, Erschöpfung, trockene Haut, Ekzemen sowie Kopfschmerzen. Das Umweltbundesamt hat Richtwerte für die Konzentration bestimmter VOC in der Innenraumluft festgelegt.


Konzentrationsbereich [mg TVOC/M³] Hygienestatus CO2-Konzentration (ppm)
Stufe 1
 
<= 0,30 mg/m³ hygienisch unbedenklich < 1.000 ppm
Stufe 2 0,30 – 1,0 mg/m³ hygienisch noch unbedenklich, sofern keine Richtwertüberschreitungen für Einzelstoffe bzw. Stoffgruppen vorliegen
Stufe 3 1,0  3,0 mg/m³ hygienisch auffällig 1.000 – 2.000 ppm
Stufe 4 3,0 – 10 mg/m³ hygienisch bedenklich
Stufe 5 > 10 mg/m³ hygienisch inakzeptabel > 2.000 ppm

Quelle: Umweltbundesamt

Was ist Feinstaub? 

Als Feinstaub bezeichnet man einen Teil des Schwebstaubs, englisch "Particulate Matter" (PM). Hierzu zählen die Teilchen in der Luft, die nicht sofort zu Boden sinken. Abhängig von der Korngröße der verschiedenen Partikel wird der Schwebstaub in verschiedene Gruppierungen unterteilt: Unter PM1 werden alle Staubpartikel erfasst, deren aerodynamischer Durchmesser kleiner als 10 Mikrometer (das sind 10 Millionstel Meter) ist. Diese PM10-Fraktion des Schwebstaubes wird allgemein Feinstaub genannt.

Luftreiniger AH902 K von Venta im air-Q Test

Bei unserem Test haben wir die Luft in einem Raum mit einer Größe von 20 m² mit einem Räucherkerzchen künstlich verunreinigt. Um elf Uhr zündeten wir die Kerze an. Überprüft haben wir unseren Versuch mit dem Luftmessgerät air-Q pro mit insgesamt 14 verschiedenen Messwerten. Die Daten wurden während des Tests live am Smartphone über die air-Q App beobachtet. Anschließend haben wir die Daten exportiert und mithilfe eines Statistikprogramms am PC ausgewertet (siehe Diagramm). Bereits zehn Minuten später stiegen die Werte schnell an und erreichten ihren Höchststand nach etwa 20 Minuten. Sowohl die VOC- als auch die Feinstaubwerte im Raum waren drastisch erhöht.

Als der air-Q mittels der rot leuchtenden LED-Lämpchen eine starke Luftverschmutzung und hohe VOC-Werte anzeigte, aktivierten wir den Venta-Luftreiniger. Wie wir in der Auswertung am PC sehen konnten, sank die Feinstaubbelastung schnell und stetig. Schon nach knapp einer halben Stunde hatten sich sowohl die VOC- als auch die Feinstaubwerte halbiert.  

Sichtbarer Anstieg der VOC-Werte im air-Q Lab
Anstieg der Feinstaubwerte im air-Q Lab


Ergebnis unseres air-Q Lab 

Der Venta Luftreiniger konnte die sehr starke Verunreinigung schon nach 30 Minuten um die Hälfte reduzieren. Im Dauerbetrieb sorgt das Gerät dafür, dass zu hohe Werte gar nicht erst erreicht werden. Unseren Check gibts hier als Kurzvideo:

(Titelbild: Venta Produktbild/ Canva-Bearbeitung)

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