Silvester-Feinstaub air-Q Messwerte
Testmessungen

Silvester-Feinstaub: air-Q misst stark erhöhte Feinstaubwerte in Leipzig

Die Feinstaub-Konzentration an Silvester und am Neujahrstag war in Leipzig signifikant erhöht, übertraf die Grenzwerte bei weitem. Die Messergebnisse zeigen aber neben den Auswirkungen von Feuerwerk und Böllern auf den Silvester-Feinstaub auch die Auswirkungen durch Kaminöfen.

Autor:

Martin Jendrischik

Datum:

2020-01-02

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Das Büro der Corant GmbH in Leipzig liegt im Westen der Stadt, im Stadtteil Plagwitz, im zweiten Stock des BIC genannten Bürokomplexes. Vor den Fenstern ist ein teilweise begrüntes Dach, links und rechts sind weitere Gebäudeteile. Auf dem Dach haben wir zu Silvester eines unserer air-Q-Messgeräte außen installiert und, vor Regen geschützt, messen lassen.

Der eingesetzte Luftanalysator air-Q misst 14 Luft-Schadstoffe, darunter auch PM1, PM2.5 und PM10 - also Feinstaub in drei unterschiedlichen Größen.

Die Resultate sind eindeutig: Selbst abseits der Feuerwerk-Hotspots stiegen die Werte für Silvester-Feinstaub PM1 auf bedenkliche 200 μg/m³. Schaut man sich die größeren Feinstaub-Partikel an, sind die Werte erwartungsgemäß höher - die jeweils größeren Werte inkludieren die kleineren Partikel. In der Silvesternacht lagen die Feinstaub-Werte für Partikel der Kategorie PM2.5 bei 311 μg/m³, während der PM10-Wert auf 343 μg/m³ anstieg. Zum Vergleich: Der Tagesgrenzwert für die Außenluft für PM10 liegt bei 50 μg/m³ und der Jahresmittelwert bei 40 μg/m³.

Silvester-Feinstaub - Messergebnisse air-Q PM1
Silvester-Feinstaub: PM1- Entwicklung im Zeitverlauf

Silvester-Feinstaub in Leipzigs Innenstadt

In Leipzigs Innenstadt (Vergleiche kachelmannwetter) war die Belastung noch direkter zu spüren – hier stieg der PM10-Wert zwischen Mitternacht und 2 Uhr morgens auf 650 μg/m³ an. Wie in unserer Messung auch, dauerte es gut 14 Stunden, bis die Feinstaubbelastung allmählich wieder weniger wurde – und auf Werte unterhalb des Jahresmittelwertes auf knapp unter 20 μg/m³ um 15:07 Uhr sank.

Unsere Feinstaub-Messung (mehr zum Messwert Feinstaub hier) zeigt noch einen interessanten Aspekt: Am verhältnismäßig warmen Silvestertag lag die Feinstaubbelastung an unserem Bürostandort tagsüber zwischen 6 und 10 μg/m³. Als die Sonne unterging, die Ersten bereits sporadisch Böller und Raketen zündeten und die Kamine für so manche Silvester-Party angefeuert wurden, stieg der PM10-Wert auf bis zu 60 μg/m³, übertraf also schon zwischen 21 Uhr und Mitternacht den Tagesgrenzwert leicht.

Am Neujahrstag schließlich, als es deutlich kälter (ca. 3 Grad Celsius im Vergleich zu 6 Grad am Vorabend) war, begann die Feinstaubbelastung durch die Kamine - mit einer Spitze von 112 μg/m³ gegen 17:30 Uhr und konstant zu hohen Werten von ca. 66 μg/m³.

Temperatur und Silvester-Feinstaub PM10 im Vergleich
PM10-Feinstaub im Vergleich zur Temperatur-Entwicklung

Fazit: Stark erhöhte Feinstaubwerte in Leipzig

Die Messungen des Silvester-Feinstaubes und des Kaminofen-Feinstaubes zeigen eindeutig zweierlei: Der Silvester-Feinstaub war insbesondere deshalb so schädlich, weil er die Luftqualität über viele Stunden hinweg verschlechterte - vor allem, weil es nicht regnete und auch kein übermäßiger Wind wehte. Die Auswirkungen des Heizens mit Holz sind ebenfalls zu stark - und das nicht nur an zwei Tagen im Jahr, sondern über Wochen und Monate.

Möchten Sie auch Silvester-Feinstaub oder Ihre Raumluft messen? Informieren Sie sich hier über das Luftqualitätsmessgerät air-Q.

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