Studien

Neue Langzeitstudie: Feinstaub lässt Menschen schneller altern

Das dauerhafte Einatmen schlechter Luft birgt erhebliche Gesundheitsgefahren, die einkommens- und geschlechterspezifisch variieren, so das zentrale Ergebnis einer neuen Studie des Imperial College in London.

Für die Londoner Langzeit-Studie, deren Ergebnisse jetzt im European Respiratory Journal veröffentlicht wurden, analysierten die Wissenschaftler die Gesundheitsdaten von mehr als 300.000 Menschen im Alter zwischen 40 und 69 Jahren. Das erschreckende Ergebnis der Londoner Langzeitstudie: Fünf Mikrogramm (entspricht fünf Millionstel Gramm) mehr Feinstaub (Partikelgröße PM2,5) pro m³ Luft jährlich, entsprechen im Durchschnitt zwei Jahren natürlicher Lungenalterung. Oder einfacher ausgedrückt: Je schlechter Raum- und Umgebungsluft sind, desto schneller altert die Lunge des Menschen – und das COPD-Risiko steigt.

Erschreckende Erkenntnisse

Besonders pikant: Der Rückgang der Lungenfunktion bei identischer Feinstaubbelastung geht einher mit dem Einkommen der Probanden – wer weniger verdient, hat ein um den Faktor 3 höheres Risiko, eine COPD zu entwickeln, als eine Person mit höherem Einkommen. Aus Sicht der Forscher um Anna Hansell ist das vor allem mit häufigeren Infektionen der Atemwege bei Kindern, schlechteren Wohnbedingungen, schlechterer Ernährung, höherer Feinstaubbelastung im beruflichen Umfeld und der entsprechenden Raumluftqualität zu erklären.

Bei einer COPD, einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, sind die Atemwege verengt, was zunächst zu täglichem Husten vor allem am Morgen oder Atemnot beim Treppensteigen führt.

Das zeigt, wie wichtig es ist, für das Thema Raumluft zu sensibilisieren. Daher wurde der air-Q entwickelt, der selbst kleinste Feinstaub-Partikel in der Raumluft in der Größe von weniger als 1 µm erfassen kann. Denn prinzipiell gilt: Je kleiner die Partikel sind, umso gefährlicher sind sie für den Menschen, weil sie tiefer in die Atemwege eindringen.

Aktuelle Grenzwerte für Feinstaub

Umweltschutzverbände fordern schon seit Jahren, EU-Grenzwerte für Feinstaubpartikel, die kleiner als PM2,5 (<2,5 µm) sind, zu senken. Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Jahresmittelwert liegt bei 10 Mikrogramm PM2,5 pro Kubikmeter Luft. Der Grenzwert für die maximale Feinstaubbelastung an einem Tag liegt momentan bei 25 Mikrogramm (für Partikel <2,5 µm) und wird in der EU ab dem 1. Januar 2020 auf dann 20 Mikrogramm reduziert. Deutschland hat sich im sogenannten Göteborg-Protokoll 2012 sowie der BEC-Richtlinie zu weitgehenden Emissionsminderungen bis 2030 verpflichtet. Bis 2020 soll eine Minderung der PM2,5-Emission um 26 Prozent gegenüber 2005 erreicht werden – bis 2030 sogar von 43 Prozent.

Der Luftqualitätsmesser air-Q misst Feinstaubpartikel in drei Größen (PM1,0, PM2,5, PM10) und warnt bei Überschreiten der Grenzwerte sowohl direkt am Gerät wie auch über die Smartphone App. Durch fortlaufende Datenerfassung ist air-Q in der Lage zu analysieren, ob die Feinstaub-Quellen innerhalb oder außerhalb des Raumes liegen. Oft werden solche Partikel durch zeitlich falsches Lüften in die Räume gelassen – oder etwa in Büroumgebungen durch bestimmte elektrische Geräte wie Drucker abgegeben.

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