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Allergisches Asthma – Definition, Symptome, Ursachen, Therapie

Millionen Menschen auf der Welt leiden unter Asthma und kennen das beklemmende Gefühl, schlecht Luft holen zu können. Doch wie ist Asthma bronchiale genau definiert, welche Symptome und Ursachen sind typisch, und was kann neben der ärztlich verordneten Therapie zur Linderung beitragen?

Autor:

Maria Heß

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Asthma ist eine besonders häufig auftretenden chronischen, also dauerhaft anhaltenden, Erkrankungen. Gewöhnlich tritt die Krankheit in Schüben anfallsartig auf und geht mit einer Entzündung der Atemwege einher. Der Begriff Asthma ist griechisch und heißt übersetzt Beklemmung.

Obwohl die weltweiten Krankheitszahlen stagnieren, leiden zwischen 235 (WHO) und 339 Millionen (The Global Asthma Network) Menschen weltweit unter Asthma bronchiale. Die Todesfälle pro Jahr liegen bei 250.000. Damit stellt Asthma nicht nur eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen dar, sondern auch eine Hauptquelle globaler wirtschaftlicher Belastung.

Allergisches vs. Nicht-allergisches Asthma

Asthma bronchiale ist laut Definition eine chronische Entzündung der unteren Atemwege. Grundsätzlich unterscheidet man bei dabei zwischen dem allergischen Asthma und dem nicht-allergischen Asthma. Meist geht bei den Betroffenen die erhöhte Empfindlichkeit der Bronchien gegenüber bestimmten Reizen einher mit einer chronischen Entzündung der Schleimhäute der Atemwege.

In 30 Prozent der Krankheitsfälle handelt es sich um nicht-allergisches Asthma – davon sind insbesondere Menschen mittleren oder hohen Alters betroffen. Allergisches Asthma (auch: extrinsisches Asthma) hingegen, ist mit 70 Prozent die häufigste Form und kommt zumeist im Kinder- und Jugendalter vor. Aus anfänglich allergischem Asthma kann im Zeitverlauf auch gemischtförmiges Asthma werden.

Als eine der sogenannten atopischen Krankheiten besteht beim allergischen Asthma eine genetisch bedingte Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen (bronchiale Hyperreagibilität). Diese Reaktionen können sowohl allergene als auch nicht-allergene Auslöser haben.

Auslöser für Allergisches Asthma
Auslöser für allergisches Asthma

Symptome der chronischen Entzündung der Atemwege

Die chronisch entzündeten, unteren Atemwege und die Überempfindlichkeitsreaktion führen zu einer anfallsartigen Verengung der Bronchien, was akute Symptome bei allergischem Asthma nach sich zieht:

  • Erschwerte Atmung
  • Akut auftretende Atemnot
  • Pfeifende Geräusche besonders bei der Ausatmung
  • Engegefühl im Brustbereich
  • Husten bzw. Hustenanfälle
  • Durch Atemnot hervorgerufene Angst vorm Ersticken

Besonders bei Kindern kommt es oft zu Husten – dadurch wird das dafür verantwortliche allergische Asthma möglicherweise nicht frühzeitig erkannt.

Luftqualität: Entscheidend für das Wohlbefinden von Asthmatikern

Da Asthma sich in den Atemwegen bildet, ist die Luftqualität bedeutsam für das Wohlbefinden der betroffenen Asthmatiker.

Ob Pollen, Schimmelpilzsporen oder Milbenkot – die meisten Inhalationsallergene heften sich an Feinstaub an. Dies kann die Ursachen und Wirkungen in den Atemwegen verstärken und somit die Symptome des allergischen Asthmas verschlimmern.

Überhaupt steht Feinstaub im Verdacht, Allergien auszulösen. Untersuchungen zeigen, dass Kinder-Asthma durch Reduzierung der Grenzwerte häufig verhindert werden könnte. Nicht nur die Schleimhäute und Atemwege werden durch Feinstaub gereizt und provozieren oft Asthmaanfälle. Zur eingeschränkten Lungenfunktion und Beeinflussung der Wirksamkeit von Medikamenten treten zudem die in experimentellen Studien nachgewiesenen Effekte auf die Bildung der für Allergien verantwortlichen Antikörper auf – Immunglobulin E (IgE).

Auch weitere Luftschadstoffe wirken sich negativ auf eine derartige Erkrankung aus. Gerade Giftstoffe aus Verbrennungsprozessen, wie zum Beispiel Stickoxide und Schwefeldioxid, machen Asthmatikern zu schaffen. Diese verursachen oft Reizungen der Atemwege und Schleimhäute und rufen sogar Entzündungen hervor.

Die Schleimhäute können außerdem bei zu niedriger Feuchtigkeit der Atemluft austrocknen und die Infektionsgefahr erhöhen: Das wiederum kann Asthmaanfälle provozieren. Zu hohe Luftfeuchtigkeit wiederum kann gravierende Folgen nach sich ziehen. Feuchte und warme Luft sind perfekte Bedingungen sowohl für die Bildung von Schimmelpilzen als auch für die Vermehrung von Hausstaubmilben. Dabei wirken die Schimmelpilzsporen sowie der Kot der Hausstaubmilben als Allergene und verschlimmern die Symptome des allergischen Asthmas.

Asthma-Therapie: Lindern und Verhindern

Um Asthmaanfälle zu verhindern oder zumindest die Asthma-Symptome zu lindern, muss zunächst regelmäßig bei einem Arzt abgeklärt werden, auf welche Allergene der eigene Körper reagiert. Neben dieser Therapie können die folgenden, einfachen Handlungsanweisungen zusätzlich Linderung verschaffen:

  • Ein Asthma-Tagebuch anlegen und – nach Absprache mit dem behandelnden Arzt –den Krankheitsverlauf  und die Lungenleistungen per Peak-Flow-Meter dokumentieren
  • Die Qualität der Atemluft überwachen (etwa mit dem Luftanalysator air-Q), um dadurch mögliche Einschränkungen für die Gesundheit sofort zu erkennen und regelmäßig wiederkehrende Spitzen von bestimmten Schadstoff-Konzentrationen zu ermitteln und schließlich zu vermeiden
  • Neben einer eventuellen, medikamentösen Therapie mit Asthmasprays, weitere Behandlungsmethoden und Hilfsmittel mit dem Arzt abklären. Beispiel:  Hypersensibilisierung oder spezielle Bettwäsche und Überzüge
  • Den Verzehr histaminreicher Lebensmittel beschränken und Nahrungsmittel daraufhin überprüfen, ob bzw. wann sie Kreuzreaktionen mit den festgestellten Allergenen hervorrufen

Auch wenn allergisches Asthma bei Betroffenen einen hohen Leidensdruck erzeugen kann, muss die Diagnose nicht zwangsläufig zu massiven Einschränkungen der Lebensqualität führen. Um möglichst unbeschwert sein zu können, ist es vor allem wichtig zu wissen, was auf dem Teller liegt und in der Atemluft fliegt.

(Bild: Semevent/Pixabay)

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